1. Woher kommen die Adressen für den Versand der Fragebögen?
2. Handelt es sich um eine seriöse Forschung eines seriösen Instituts?
3. Ist die Teilnahme an der Befragung verpflichtend?
4. Ist die Anonymität der Befragten gewährleistet?
5. Was hat es mit den fünf Euro auf sich?
6. Entstehen durch die Teilnahme an der Befragung Kosten?
7. Was geschieht mit den Ergebnissen?
8. Was geschieht, wenn ich umziehe und sich somit meine Adresse ändert?

 

 

  1. Woher kommen die Adressen für den Versand der Fragebögen?

Die Adressen werden auf Basis einer Zufallsauswahl bestimmt. Hierfür steht die sog. „Ausländerdatei A“ zur Verfügung, in der alle gemeldeten Ausländer und Ausländerinnen in einem Gebiet enthalten sind. Die Datei wird in jeder Ausländerbehörde geführt und ihre Daten dürfen für wissenschaftliche Zwecke mit hohem öffentlichen Interesse genutzt werden. Die Stichprobe wird von der Ausländerbehörde gezogen. Die für die Studie relevanten Adressen der zugewanderten Personen werden anschließend an das Ministerium für Inneres und Sport weitergegeben, die den Versand der Fragebögen übernehmen. Das KFN erhält keine Kenntnisse über Adressen.

 

  1. Handelt es sich um eine seriöse Forschung eines seriösen Instituts?

Die postalische Befragung ist ein in der Wissenschaft anerkannter Weg, Informationen zu verschiedenen Themen zu erheben. Auf diesem Weg kann eine hohe Anzahl an Personen erreicht werden; d.h. es wird einer großen Anzahl an Personen eine „Stimme“ gegeben. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen führt seit über 20 Jahren Befragungsstudien durch und besitzt somit eine große Expertise auf dem Gebiet der postalischen Befragungen. Zuletzt hat es im Jahr 2014 eine niedersachsenweite Panelbefragung unter 6.000 Einwohnerinnen und Einwohnern durchgeführt.

 

  1. Ist die Teilnahme an der Befragung verpflichtend?

Es gibt keine Pflicht, an der Befragung teilzunehmen. Es gibt auch keine Pflicht, alle Fragen zu beantworten. Um verlässliche Informationen über die Situation der Zuwanderinnen und Zuwanderer in Niedersachsen zu erhalten, ist es aber wünschenswert, dass möglichst alle ausgewählten Personen teilnehmen und möglichst alle Fragen beantwortet werden.

 

  1. Ist die Anonymität der Befragten gewährleistet?

Dem Fragebogen ist ein Blatt beigelegt, auf dem die Befragten gebeten werden, Kontaktdaten zu notieren. Dies ist deshalb nötig, weil es eine zweite und dritte Befragung geben wird, in der dieselben Personen erreicht werden sollen. Erst diese Wiederholungsbefragung kann Erkenntnisse zu der Frage zu Tage fördern, warum Zuwanderinnen und Zuwanderer in Niedersachsen bleiben oder das Land wieder verlassen. Die Kontaktdaten werden in einem verschlossenen Umschlag an das Institut zurückgeschickt und unabhängig von den ausgefüllten Fragebögen aufbewahrt. Die Kontaktdaten dienen einzig dem Zweck, die Befragungsteilnehmerinnen und Befragungsteilnehmer zur zweiten und dritten Befragung einzuladen. Nach Abschluss aller Befragungen werden die Kontaktdaten gelöscht, so dass die dann vorliegenden Daten vollkommen anonym sind.

 

  1. Was hat es mit den fünf Euro auf sich?

Wir wissen, dass das Ausfüllen eines Fragebogens Zeit in Anspruch nimmt. Hierfür möchten wir uns in Form von fünf Euro als kleine Aufwandsentschädigung bedanken. Die fünf Euro liegen jedem Fragebogen bei. Unabhängig davon, ob an der Befragung teilgenommen wird oder nicht, kann das Geld behalten werden. Befragungsteilnehmerinnen und Befragungsteilnehmer, die auf das Geld verzichten möchten, können es einfach dem Rückumschlag, in dem der ausgefüllte Fragebogen verschickt werden kann, wieder beilegen. Auch bei der zweiten und dritten Befragung wird es jeweils fünf Euro Aufwandsentschädigung geben.

 

  1. Entstehen durch die Teilnahme an der Befragung Kosten?

Kosten entstehen nur in Form der für das Ausfüllen des Fragebogens benötigten Zeit. Die Rücksendung des ausgefüllten Fragebogens erfolgt in einem ebenfalls mitgeschickten Rückumschlag. Das für den Rückversand anfallende Porto muss nicht von den Befragungsteilnehmern und Befragungsteilnehmerinnen gezahlt werden, da das Projekt „Willkommen in Niedersachsen“ die Kosten übernimmt.

 

  1. Was geschieht mit den Ergebnissen?

Die Ergebnisse werden erstens im Rahmen eines frei im Internet zugänglichen Forschungsberichts veröffentlicht. Zweitens werden die Ergebnisse den interessierten Ministerien zur Kenntnis gebracht. Dabei handelt es sich um Ergebnisse, die keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen zulassen. Gemeinsam sollen dann mögliche Folgerungen aus den Befragungsergebnissen abgeleitet werden. Aufgrund der großen Befragtenanzahl, des umfangreichen Fragebogeninhalts sowie der wiederholten Befragung ist diese Studie wie keine zweite Studie dazu geeignet, die gegenwärtige Situation von Zuwanderinnen und Zuwanderer in Niedersachsen zu beleuchten. Ohne Zweifel wird sie daher eine wichtige Grundlage zukünftiger politischer Entscheidungen darstellen.

 

  1. Was geschieht, wenn ich umziehe und sich somit meine Adresse ändert?

Falls es zu einem Umzug oder zu einem Wegzug aus Deutschland kommen sollte, ist es für uns sehr wichtig, dass uns die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihren Wohnortwechsel informieren. Besonders für die zweite und dritte Befragung sind die Gründe für einen Umzug in Hinblick auf unser Forschunsziel interessant. Aus diesem Grund bitten wir alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, uns per Mail, Telefon oder auf anderem Wege über einen Wohnortwechsel zu informieren.

 

Für weitere Fragen stehen die Studienmitarbeiterinnen und –mitarbeiter gern zur Verfügung.

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